Asamkirche St. Johannes Evangelista




Auf den Fundamenten des mittelalterlichen Baues wurde eine im Grundriss sehr einfache, rechteckige Kirchenanlage mit eingebundenem, mittelschiffbreitem, geradeschließendem Chor, der nicht abgesondert ist, errichtet. Das Langhaus weist zwischen eingezogenen Pfei- lern je  drei Seitenkapellen, die nicht tief, aber sehr breit angelegt sind, an der Nord und Südseite auf. Über diesen liegen die Emporen in der Höhe der Kapitelle der gedoppel- ten Flachpilaster. Sie schieben sich unfrei unter das Gewölbe ein. Im Langhaus gedrücktes Tonnengewölbe mit Stichkappen, in den Seitenkapellen sowie in den darüber befindlichen Emporen gedrückte Quertonnen. Im Chorraum, an welchen sich östlich in ganzer Breite des Langhauses die Sakristei und über dieser der ehemalige Psallierchor anschließen,( vgl. Nie- deraltaich und andere Klöster), befindet sich ein flaches Holzgewölbe.

In den vier Ecken des Chorraumes stehen vollrunde rotmarmorierte Säulen. Den eingezogenen Pfeilern sind Pilaster mit korinthisierenden Kapitellen vor- gesetzt. 

Die Kirche bildet den Nordtrakt des noch fast ganz stehenden Klosters. In die Westfassade eingesetzt und aus dieser etwas vor sprin gend ist der Turm, in dessen Erdgeschoss sich die Eingangshalle befindet.

                              

Deckenfresko in der Eingangshalle


Das Portal mit Rustikaquadern (in der Mitte ein Engels- kopf) wird von zwei Säulen mit Gebälk und Voluten umge- ben. Im Auszug (unleserliche) Inschrifttafel, darüber Büste des hl. Benedikt. Seitlich vor Muschelnischen die lebens- großen Figuren der Heiligen Heinrich und Kunigunde: eine Reverenz vor Bamberg und der Klostergeschichte.

Das Äußere der Kirche ist sehr einfach gehalten. Die sechseckige Zwiebelkuppel mit Tambour erhielt typisch oberpfälzisches Gepräge.